Löschgruppenfahrzeug LF16/12

Florian Tegernheim 40/1

Das LF 16/12 wurde von IVECO-MAGIRUS gebaut und im Jahre 2000 an uns übergeben. Seither ersetzt es unser altes LF 8. Es ist das wichtigste Fahrzeug in unserem Fuhrpark, da es für nahezu alle Einsatzlagen ausgerüstet ist und die meisten Einsatzkräfte transportieren kann.

Im Fahrzeug ist Platz für neun Personen (eine Gruppe). Der Gruppenführer, der Chef des Fahrzeuges, sitzt auf dem Beifahrersitz und hat so die Möglichkeit, bereits während der Anfahrt zu einem Einsatz, sich über Funk mit der Leitstelle oder den anderen anrückenden Feuerwehren zu verständigen.

Zur umfangreichen Beladung des LF für die Brandbekämpfung zählen diverse Schläuche, 2000ltr. Wasser im Fahrzeugtank, Atemschutzgeräte und zahlreiche Strahlrohre. Aber auch für die technische Hilfeleistung sind viele Ausrüstungsgegenstände wie der Luftheber oder der hydraulische Rettungssatz an Bord.

Nach der festgelegten Ausrückeordnung fährt das LF bei den meisten Einsätzen als erstes Fahrzeug zum Einsatzort.

Technische Daten

Baujahr

2000

Hersteller

Iveco-Magirus

Abmessungen

7,7m x 2,5m x 3,2m (L/B/H)

Gewicht

13500kg

Mannschaft

1/8


Ausrüstung

Auf dem LF16 befindet sich der größte Teil unserer Gerätschaften, es ist für eine Vielzahl an verschiedenen Einsätzen ausgelegt. Im Groben lässt sich die Beladung in zwei große Bereiche unterteilen:

  • Brandbekämpfung
  • Technische Hilfeleistung


Brandbekämpfung

LF 16 vor dem Sonnwendfeuer

Für die Brandbekämpfung steht zunächst ein 2000 Liter fassender Wassertank im Fahrzeug bereit. Mit diesem ist ein schneller Löschangriff überhaupt erst möglich, da er die Zeit überbrücken kann, die es dauert, Wasser aus dem öffentlichen Versorgungsnetz oder aus anderen Quellen bereitzustellen.

Für den schnellen Aufbau eines Löschangriffs führen wir außerdem einen bereits vorinstallierten Schnellangriffsverteiler mit. Dieser Verteiler ist an einem B-Schlauch angeschlossen und muss somit im Ernstfall nur noch an die entsprechende Stelle gezogen und am Fahrzeug angekuppelt werden. Mit dem Wasser aus dem Fahrzeugtank kann somit schnell ein Löschangriff aufgebaut werden.

Für Brände im Freien ist ein sogenannter Schnellangriffsschlauch fest im Fahrzeug installiert, der nur ausgezogen werden muss und sofort betriebsbereit ist.

Zur Menschenrettung haben wir verschiedene Leitern auf dem Dach des Fahrzeugs dabei. Mit der vierteiligen Steckleiter können wir Menschen aus bis zu 8m Höhe retten. Mit der Schiebeleiter können wir Höhen bis zu 12m erreichen. Das Sprungpolster ist sogar für eine Rettungshöhe von 16m zugelassen.

Natürlich ist es bei Brandeinsätzen unvermeidbar, in verrauchte Räume vorzudringen. Damit wir uns dabei aber nicht selbst in Gefahr bringen haben wir insgesamt sechs Atemschutzgeräte an Bord. Zwei davon befinden sich im Mannschaftsraum und können bereits während der Anfahrt zum Einsatz angelegt werden.

LF 16 mit THL-Bereitstellung

Technische Hilfeleistung

Die umfangreiche Beladung enthält aber nicht nur Material für den Brandeinsatz. Einen viel größeren Anteil an den Einsätzen nehmen die technischen Hilfeleistungen ein.

So haben wir z.B. einen 13kVA Stromerzeuger an Bord. Mit ihm können wir das Hydraulikaggregat, die Einsatzstellenbeleuchtung und beispielsweise Tauchpumpen betreiben. Somit sind wir unabhängig von der öffentlichen Stromversorgung und können unsere Geräte auch an entlegenen Stellen einsetzen.

Zur Rettung von Unfallopfern aus deformierten Fahrzeugen haben wir unseren hydraulischen Rettungssatz, bestehend aus Rettungsspreizer, Rettungsschere und Rettungszylinder, dabei. Damit können wir die Karosserie eines Fahrzeug durchschneiden und so z.B. das Dach entfernen, um den Patienten schonend zu retten.

Einweihung im Jahr 2001

Am 6. Mai 2001 wurde das Fahrzeug durch BGR Pfarrer Franz Listl und dem evang. Priester geweiht. Dieser Termin war gleichzeitig unser Florianifest, an dem wir jedes Jahr dem hl. Florian eine Messe widmen. Nach dem Gottesdienst trafen sich alle Beteiligten vor dem Pfarrheim, um der Zeremonie beizuwohnen. Mit dabei waren selbstverständlich die Landkreisführung in Gestalt von KBR Waldemar Knott und KBM Franz Schweiger, die Nachbarfeuerwehren Donaustauf und Schwabelweis sowie Bürgermeister Hofer.

Nach der Weihe hatte Pfarrer Franz Listl ein ganz besonderes Geschenk für uns. Eine historische Feuerpatsche, die er bei der letzten Kirchenrenovierung auf dem Dachboden fand. Sie besteht aus einem Holzstiel und einem daran befestigten ledernen Bucheinband, auf dem die Jahreszahl 1745 zu finden ist.

Im Anschluss fanden im Feuerwehr-Gerätehaus die Ansprachen der offiziellen Gäste und der Feuerwehrführung statt.

Nach Beendigung des offiziellen Teils hatten alle Gelegenheit das Fahrzeug und dessen Ausrüstung genauer zu begutachten. Besonders die beiden Nachbarfeuerwehren hatten großes Interesse an unseren neuen technischen Möglichkeiten, die wir in Zukunft - bei nachbarschaftlicher Hilfeleistung - auch in ihre Gemeinden mitbringen würden.

Da am selben Tag das Florianifest stattfand, war niemand gezwungen gleich nach Hause zu gehen; das Wetter spielte auch mit und so verließen uns die letzten Gäste erst um 23:00 Uhr.

  • 40:1_Donaustraße
  • 40:1_Heckwarn
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