Infos für Sie
Hier haben wir für Sie einige Informationen zusammengestellt, die Sie interessieren könnten!
Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern!
Warum ist das Gerätehaus in Tegernheim nicht ständig besetzt?
Bei unserer Feuerwehr handelt es sich um eine freiwillige Feuerwehr. Die aktiven Kameradinnen und Kameraden üben den Dienst ehrenamtlich, neben Beruf und Freizeit, aus. Bei einem Alarm begeben sich alle auf dem schnellsten Weg zum Gerätehaus uns rücken von dort aus.
Feuerwachen, an denen ständig Kräfte vor Ort sind, gibt es in Bayern nur bei den sieben Berufsfeuerwehren (unter anderem in Regensburg) sowie an ständig besetzten Wachen bei sehr großen Freiwilligen Feuerwehren (unter anderem Neumarkt in der Oberpfalz und Straubing)
Wie erfolgt eine Alarmierung der Feuerwehr Tegernheim?
Ein Einsatz beginnt in aller Regel mit einem Notruf, der in der Integrierten Leitstelle (ILS) in Regensburg aufläuft. Von den dortigen Disponentinnen und Disponenten wird der Einsatz im Einsatzleitsystem angelegt und nachdem die wichtigsten Informationen vorliegen der Alarm ausgelöst. Über Funk wird der Alarm an die Funkmeldeempfänger übertragen, die die Aktiven bei sich tragen. Diese lösen dann mit einem voreingestellten Alarmton aus und zeigen grundlegende Informationen zum Einsatz an. Die Aktiven begeben sich daraufhin schnellstmöglich zum Gerätehaus.
Als zweiter Alarmierungsweg dient die Sirene auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses. Diese wird ebenfalls über Funk zusammen mit der Alarmierung der Funkmeldeempfänger ausgelöst und spielt die typische Dreifach-Folge für die Feuerwehralarmierung ab (siehe Seite Warnung der Bevölkerung).
Als Zusatzalarmierung wurde vor einigen Jahren eine Handyalarmierung aufgebaut. Diese bestand zu Beginn nur aus einer SMS mit der Nachricht "Alarm" auf die Handys der Aktiven. Seither gab es mehrere Entwicklungsstufen. Mittlerweile läuft ein App-basiertes System, das Einsatzdaten vom Einsatzleitsystem der ILS bekommt und vollständig verschlüsselt an die Empfänger überträgt. Die App ist in der Lage, die Stummschaltung und Bitte-nicht-Stören-Modi der Smartphones zu übergehen und den Alarm direkt über allen anderen Apps darzustellen.
In seltenen Fällen erfolgt eine Alarmierung auch per Telefonanruf beim Kommandanten. Dies kann dann der Fall sein, wenn es sich um absolut zeitunkritische Einsätze handelt (z. B. Sicherung von Türen oder Fenstern nach einem Einbruch im Auftrag der Polizei).
Machen Fahrten mit Blaulicht und Signalhorn Spaß?
Kurze Antwort: Nein
Lange Antwort: Von außen betrachtet werden Blaulichtfahrten manchmal als genehmigte Raserei oder Wichtigtuerei abgetan. Zugegeben: Wenn ein großer Feuerwehr-LKW mit Blaulicht und Signalhorn durch die Straßen fährt und alle anderen Verkehrsteilnehmer ihm Platz machen müssen, kann ein solcher Eindruck schon entstehen. Aber: Wenn Sie versuchen, sich in die Lage der Einsatzkräfte zu versetzen, ergibt sich ein anderes Bild. Sie haben vor wenigen Minuten die Alarmierung zu einem zeitkritischen Einsatz bekommen, bei dem große Sachwerte oder sogar Personen in Gefahr sind. Nehmen wir als Beispiel einen Wohnungsbrand an, bei dem unklar ist, ob noch Personen im Gebäude sind. Jetzt müssen Sie mit dem Zeitdruck im Hinterkopf einen LKW fahren. Ein Fahrzeug, auf dem sie weit weniger Fahrerfahrung als auf ihrem Privat-PKW haben und dessen Dimensionen weitaus größer und schwieriger zu überblicken sind. Zu allem Überfluss führt die Fahrt teilweise auch noch durch enge Dorfstraßen, die nicht für LKW-Verkehr gebaut sind und durch geparkte Fahrzeuge zusätzlich verengt werden. Zusätzlich müssen Sie bei dieser Fahrt auch besondere Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer nehmen. Auch wenn viele richtig reagieren und Platz schaffen, sie müssen auf den Einen gefasst sein, der unvermittelt vor ihnen auf die Bremse steigt oder der doch noch schnell aus der Querstraße einbiegt. Zusammenfassend bedeutet eine Fahrt mit Blaulicht und Signalhorn für den Fahrer vor allem eines: Stress!
TIPP: Wenn sich ein Einsatzfahrzeug mit Signalhorn nähert, versuchen sie zunächst Ruhe zu bewahren. Schauen Sie woher das Einsatzfahrzeug kommt und überlegen Sie kurz, wie sie am besten Handeln können, um den Weg frei zu machen. Generell sollten Sie keine hektischen Manöver durchführen (z. B. starkes Bremsen, starkes Beschleunigen, schnelle Lenkbewegungen) und ihr Verhalten dem Einsatzfahrzeug wenn möglich durch die Blinker anzeigen.
Um Einsatzfahrzeugen Platz zu schaffen, dürfen Sie sich auch selbst über die Regeln der Straßenverkehrsordnung hinwegsetzen und beispielsweise über rote Ampeln fahren. Dies muss aber unter äußerster Vorsicht geschehen
Wir möchten an dieser Stelle noch auf folgende Internetseite hinweisen:
https://www.dvr.de/aktuelle-infos/pressemitteilungen/rettungsgasse-bilden-in-der-stadt
Dachaufsetzer "Feuerwehr im Einsatz"
Vielleicht haben Sie schon einmal ein Fahrzeug mit einem gelben Dachaufsetzer "Feuerwehr im Einsatz" gesehen. Und wie sie bereits weiter oben erfahren haben, ist das Gerätehaus der Tegernheimer Feuerwehr nicht ständig besetzt. Die Einsatzkräfte müssen dieses bei einem Alarm erst anfahren.
Daher haben sich einige Mitglieder der Feuerwehr den Dachaufsetzer mit der Aufschrift "Feuerwehr im Einsatz" angeschafft. Die Feuerwehrangehörigen möchten damit andere Verkehrsteilnehmer auf die gebotene Eile hinweisen.
Grundsätzlich haben die Feuerwehr-Dienstleistenden, die mit einem Privatfahrzeug bei einer Alarmierung zum Gerätehaus fahren, Sonderrechte (§35 Abs. 1 StVO). Jedoch haben sie kein Wegerecht (Blaulicht und Signalhorn), d.h. andere Verkehrsteilnehmer müssen nicht Platz machen.
Und deshalb bitte wir Sie um folgendes:
Sobald Sie ein Fahrzeug mit solch einem Dachaufsetzer sehen, machen Sie ihm wenn möglich Platz und ermöglichen Sie ihm das Überholen. Reagieren Sie nicht überhastet. Die Kameraden, welche sich auf der Einsatzfahrt befinden, haben nicht die Absicht, sie zu nötigen oder zu gefährden.
Vielleicht sind Sie auch mal auf die schnelle Hilfe angewiesen?
