Vereinschronik

Im Jahre 1873 versammelten sich in dem damaligen Bauern- und Weindorf Tegernheim um die Herren Weinzierl, Schiller, Wolf und Oberlehrer Max Steger gleichgesinnte Männer und gründeten die Freiwillige Feuerwehr Tegernheim. Die originale Gründungsurkunde ist noch in der Gemeindeverwaltung vorhanden.

Die Handlöschpumpe, die im Gründungsjahr angeschafft wurde, war beim verheerenden Brand von Donaustauf im Jahre 1880 viele Stunden im Einsatz. Der große Brand in Tegernheim am 8. September 1895, bei dem Feuer im Perzl´schen Anwesen ausbrach, und das die Anwesen Nr. 25 (Falter) und 27 vollständig einäscherte, war sicherlich der zwingende Anlass, dass die Feuerwehr im Jahre 1898 eine große Saug- und Druckspritze mit Handbetrieb anschaffte, die bis 1945 ihren Dienst tat.

Ein gütiges Schicksal bewahrte die Gemeinde vor weiteren größeren Bränden. Doch beim großen Bombenangriff auf das Dorf am 09. Dezember 1944 hatte die Feuerwehr viel zu leisten und zeigte auch hier enorme Einsatzbereitschaft, denn die Verwüstungen im Ort waren entsetzlich. Häuser waren eingestürzt, Dächer abgedeckt und Stadel gerieten in Brand.

Besonders schwierige Aufgaben wurden der Feuerwehr bei den großen Überschwemmungen 1880, 1882, 1890, 1893, 1909, 1910, 1912, 1919, 1920, 1923, 1924, 1954 gestellt, die den Verkehr innerhalb des Dorfes lahmlegten. Arbeiter, Kirchgänger und Schulkinder mussten von der Dorfmitte zu den Ausgängen der Ortschaft, bzw. zur Kirche und Schule mit einem großen Kahn befördert werden. Auch das Aufstellen von Gehsteigen innerhalb der Ortschaft übernahm die Feuerwehr.

Beförderung der Bevölkerung mit einem Kahn durch die überflutete Ortschaft beim Hochwasser 1920Hochwasser 1920

Einige interessante Aufzeichnungen aus dem 2. Protokollbuch, das ab 1895 lückenlos geführt wurde, geben nicht nur Bilder aus der Entwicklung der Feuerwehr, sondern lassen auch historische Einblicke aufleuchten.

Das gesellige Hauptereignis der Tegernheimer Feuerwehr seit 1881 war in der Faschingszeit der alljährlich stattfindende Feuerwehrball. Im Buch lesen wir, dass 1905 ein Tanzkränzchen von der "jungen Mannschaft" angestrebt und von allen im November gut besucht war und "es nahm einen ruhigen Verlauf".

Im Protokoll vom 20. März 1898 wird die rege Beteiligung der Männer besonders hervorgehoben, die sich bei der Walhallafeier anlässlich der Enthüllung der Büste Kaiser Wilhelms I. gezeigt hat. „Anerkennenswerter Weise hat die Gemeinde von Tegernheim eine Vergütung von 50 Pfennig pro Person ausgesprochen". Die Männer wurden aufgefordert ,,proper" zu erscheinen.

Das 25-jährige Stiftungsfest, verbunden mit der feierlichen Überreichung der Ehrenzeichen, fand am 15. Juli 1900 nachträglich statt. Nach dem Requiem in der Kirche trafen sich die Mitglieder im Gasthaus Hirschberger.

Dass die Feuerwehrkasse meist gut gefüllt war, lag wohl an der alljährlich stattfindenden Christbaumversteigerung. So liegen 211,49 Goldmark am 10. Februar 1906 wohlbehütet in der Kasse.

1923 waren die Tegernheimer Feuerwehrleute Milliardäre. Beim Rechnungsabschluss finden wir die Summe von 256.264.400 Mark in Papier und zwei Zentner Gerste in Naturalien.

Im Jahre 1923 feierte man das 50-jährige Gründungsfest. 29 Vereine waren erschienen. Von den Gründungsmitgliedern lebte zu diesem Zeitpunkt nur mehr Oberlehrer Steger.

Ein weiterer Höhepunkt im Vereinsleben war das 60-jährige Gründungsfest im Jahre 1933. Im Protokollbuch lesen wir ,dass es der „rührigen Einwohnerschaft Tegernheims zu verdanken ist, dass trotz der noch misslichen Wirtschaftslage, dieses Fest so großartig verlaufen ist."

Viele Feuerwehrmänner fielen im Zweiten Weltkrieg. In den Protokollen ist meist als Punkt 1 der Tagesordnung die ,,Gefallenenehrung".

Nach dem Krieg lebte die Vereinstätigkeit schnell wieder auf. 1945 beschaffte man eine 2-Takt Motorspritze der Firma Magirus, die im Jahre 1955 durch die modernere Zieglerpumpe, eine TS 8/8, mit VW-Motor, ersetzt wurde. Zum Transport der Pumpen diente ein Tragkraftspritzenanhänger (TSA). Beide Pumpen sind heute noch Ausstellungsstücke in der Eingangshalle des Gerätehauses.

Das 80. Gründungsfest 1953 wurde zu einer mächtigen Schau. Über 400 Feuerwehrmänner waren erschienen. Das Fest wurde zu einer eindrucksvollen Demonstration gemeindlichen Zusammenwirkens.

Am Leistungsabzeichen wurde bereits ab 1954 unter den jeweiligen Kommandanten und deren Stellvertreter gearbeitet, ausgebildet und an den überörtlichen Abnahmen teilgenommen.

Alle Vorstände und Kommandanten waren bestrebt, die Tegernheimer Wehr immer leistungsstark und modern auszubauen. 1966 zog die Feuerwehr aus dem alten Feuerhäuschen von 1901 in das neue Verwaltungsgebäude der Gemeinde um.

Schwarz-weis-Aufnahme des alten GerätehausesGerätehaus 1901 - 1966

Im Jahr 1970 wurde der Tragkraftspritzenanhänger durch ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF), das bereits 6 Mann aufnehmen konnte, abgelöst. Zu diesem Zeitpunkt zählte die Wehr bereits über 200 Mitglieder.

Durch die immer größeren Anforderungen an die Feuerwehr musste das TSF 1979 bereits durch ein größeres, mit technischer Hilfeleistung und Atemschutz ausgestattetes Fahrzeug, ein LF 8 mit Vorbaupumpe und 9 Mann Besatzung ausgewechselt werden. Bedingt durch diese Ausstattung wurde vorausgesetzt, dass sich einige Feuerwehrmänner einer ärztlichen Untersuchung, der G 26, unterziehen, um die Atemschutztauglichkeit festzustellen. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, Lehrgängen an der Staatlichen Feuerwehrschule in Lappersdorf und vielen Übungen unter Atemschutzbeauftragtem Jakob Schmid und seinen Nachfolgern Harand Reinhard, Schöberl Günter und Schächinger Martin kam eine kameradschaftlich und gut ausgebildete Truppe, die heute im Durchschnitt mit 18 Mann besetzt ist, zusammen.

1985 konnte die von Johann Weigert angeführte Gruppe als erste Gruppe der FFW Tegernheim Gold-Rot in Empfang nehmen. 1980 begann eine von Kdt. Karl Hofer geführte Gruppe mit Übungen für das Abzeichen Österreich - Bronze, das auch am 22. Juni 1980 in Landeck (Tirol) mit Erfolg absolviert wurde. Teilnehmer waren Kdt. Karl Hofer, Alois Herrmann, Konrad Zwicklbauer, Johann Weigert, Albert Hofer, Reinhard Harand, Manfred Mätz, Anton Schmid und Jakob Schmid.

Die Alarmierung der FFW Tegernheim ist auf dem neuesten Stand der Technik. Seit 1980 wird unsere Sirene per Funksteuerung ausgelöst.

Jugendwart und Kommandantenstellvertreter Weigert Johann bildete seine jugendlichen Feuerwehranwärter für die Abnahmen zur Jugendspange und den Jugendwettkampf aus und erzielte mit ihnen sehr schöne Erfolge. Die Jugendgruppe wurde in den späteren Jahren von Fisch Manfred, Preschl Werner und Ettle Christian weiter ausgebildet.

Auch unsere Feuerwehr-Damen sind bei der Ausbildung sehr eifrig. 1980 war die erste Damengruppe mit Gruppenführerin und Fahnenmutter Franziska Hofer mit Eifer bei der Sache und erwarb das Abzeichen in Bronze. Es wirkten noch folgende Damen mit: Franziska Weigert, Ingrid Zahnweh, Petra Götzfried, Erika und Heidi Karl, Petra Karfurke, Maria Mauerer und Waltraud Hofer. Mittlerweile haben unsere Damen die Leistungsstufe Gold-Rot erreicht. Die immer noch bestehende Damengruppe zählt zwischenzeitlich bereits auch jüngere Mitglieder.

Die erste Jugendspangenprüfung für die FF Tegernheim fand am 11. Aug. 1981 statt. Es nahmen daran teil: Baumgartner Manfred, Buchner Kurt jun., Blöchinger Michael und Roland, Brem Josef, Drummer Thomas, Gantner Kurt, Kindl Thomas, Liebl Richard jun., Müller Horst jun., Niedermeier Ernst, Schinabeck Wolfgang, Wack Günter und Wolfsteiner Walter.

Auf die Ausbildung der Aktiven wurde in der FF Tegernheim schon immer großer Wert gelegt. So wurde bereits 1986 vom damaligen Atemschutzbeauftragten und Atemschutzkreisausbilder Schmid Jakob der erste Atemschutzträgerlehrgang auf Kreisebene mit neun Teilnehmern in Tegernheim abgehalten.

Dem Wandel der Zeit folgend erkannte Kommandantenstellvertreter Johann Weigert 1987, dass unser Gerätehaus zu klein ist und stellte offen die Frage, ob es nicht an der Zeit wäre, auch an die Jugend zu denken und den Antrag zu stellen, die Gemeinde möge uns doch ein den Vorschriften entsprechendes Gerätehaus erbauen. Nach eingehender Prüfung dieses Vorschlages stellte Kommandant Hofer Karl jun. im März 1988 den Antrag auf Erstellung eines neuen Gerätehauses für die FF Tegernheim.

Um auch technisch auf dem neuesten Stand zu sein und eine bessere Erreichbarkeit der Aktiven zu gewährleisten, werden die Einsätze seit 1988 zusätzlich zur Sirene auch über Funkmeldeempfänger alarmiert.

Seit 1988 führt die Feuerwehrjugend alljährlich im Januar eine Christbaumaktion zu einem Unkostenbeitrag von 1,00 DM durch. Der Reinerlös wird immer für die Ausbildung und die Freizeitgestaltung verwendet.

Die Lehrgangszeugnisse wurden von KBR Ettl Heinrich und dem für Atemschutz zuständigen KBI Zimmerer Fritz in unserem Unterrichtsraum an die Teilnehmer Günter Deml, Hartmut Fohrmann, Albert Hofer jun., Siegfried Mauerer, Manfred Mätz, Ernst Niedermeier, Martin Schächinger, Hubert und Walter Wolfsteiner bei einer kleinen Feier übergeben. Durch die große Übungsbereitschaft erkannte man bald, dass allen noch eine Grundausbildung fehlte. Dies übernahm 1987 mit einer Truppmannausbildung Ausbilder Martin Schächinger, als Pilotlehrgang im Landkreis. Teilgenommen haben Kurt Buchner jun., Jürgen Beier, Manfred Fisch, Stephan Kargl, Gerhard Kollmannsberger, Thomas Meier, Jürgen Peter, Stefan Rädlinger und Helmut Wack, die mit 160 Ausbildungsstunden in einer 3-jährigen Dauer die Gesellenprüfung im Feuerwehrwesen ablegten. Weiteren 7 Mann konnte die einjährige Grundausbildung zum Truppmann bestätigt werden. Am 01. April 1989 wurde die Prüfung im theoretischen und praktischen Teil abgehalten. KBM Herbert Judenmann bestätigte eine einwandfreie Ausbildung nach FwDV 2/2 und stellte fest: „Dieses ist im gesamten Landkreis zur Nachahmung empfohlen."

Zur Ausbildung sei noch vermerkt: Ohne den Unterrichtsraum in der alten Schule, den die FF 1980 von der Gemeinde zur Verfügung gestellt bekam und selber renovierte (Materialkosten übernahm dankenswerterweise die Gemeinde), wäre manche Unterrichtsstunde nicht möglich gewesen.

Bei laufender Nachbeschaffung, sei es Unterrichts-, Arbeitsmaterial oder neue Geräte, steht unsere FF stets an vorderster Stelle, um in Not geratenen Menschen und Tieren bestmöglich helfen zu können und den entstandenen Schaden so gering wie nur möglich zu halten.

Zur Weiterbildung, z.B. durch Lehrgänge an der Staatlichen Feuerwehrschule, wird von den Aktiven sogar Urlaub und Freizeit verwendet, um immer auf dem neuesten Stand zu sein.

Bereits 1989 war dann endlich der erste Spatenstich auf dem Grundstück der ehemaligen Gaststätte Dorfmitte. Nach nur 2-jähriger Bauzeit mit sehr viel Eigenleistung, wie sämtliche Malerarbeiten, das Einbringen des Estrichs im Schutzraum und der Gebäudereinigung konnte am 14.07.1991 unter der Leitung des 1. Kdt. Schmid Jakob die langersehnte Einweihung des neuen Gerätehauses durchgeführt werden. Die Aktiven der Wehr leisteten beim Neubau neben den üblichen Übungs- und Einsatzstunden 2400 Arbeitsstunden in ihrer Freizeit.

Die immer größer werdenden Anforderungen an die Ortswehr machten ein Mehrzweckfahrzeug erforderlich. Am 24.05.1992 wurde somit der Antrag an die Gemeinde zur Beschaffung eines gebrauchten Fahrzeuges gestellt, der bei der Gemeinderatssitzung am 11.06.1992 befürwortet wurde. Natürlich brauchte es dann etwas Zeit, bis ein passendes Fahrzeug gefunden wurde. So war es dann am 22.02.1993 endlich so weit. Am Rosenmontag konnte von der Polizeiinspektion am Protzenweiher ein gebrauchter Polizei-VW-Bus einschließlich der Blaulichtanlage abgeholt werden. Dieser wurde innnerhalb von 6 Wochen überwiegend von der Feuerwehrjugend unter der Leitung von Fisch Manfred, Preschl Werner und Schöberl Günter restauriert. Am 04. Juni 1993 erfolgte dann die Fahrzeugweihe durch BGR Pfarrer Franz Listl. Die entstandenen Kosten wurden alleine über die Kameradschaftskasse und zahlreiche Spenden von Firmen und Privatpersonen getragen.

Natürlich darf auch die Geselligkeit bei der Feuerwehr nicht fehlen und so wurde zum ersten Mal seit Bestehen der Feuerwehr am 01.05.1992 ein Maibaum, eine 25 m hohe Birke, auf dem Dorfplatz aufgestellt. Gleichzeitig wurde am 03.05.1992 das erste Florianifest gefeiert. Hierzu wurde eigens eine ca. 1m hohe handgeschnitzte Holzfigur von unserem Schutzpatron aus Wörth/Donau erworben. Diese wird alljährlich am Florianitag auf den Schultern von vier Feuerwehrkameraden zur Kirche getragen.

Statue des hl. Florian in der Pfarrkirche vor dem Altargeschmückte Statue des hl. Florian

Der Lauf der Zeit erfordert immer wieder neue Ausrüstungsgegenstände. So wurden z.B. am 18.12.1996, rechtzeitig als Weihnachtsgeschenk, 2 Rettungszylinder und ein Überdrucklüfter in Dienst gestellt. Die Finanzierung erfolgte über eine Spende der Sparkasse Tegernheim und Zuschüsse der Regierung. Der Rest wurde je zur Hälfte von der Gemeinde und dem Verein getragen.

Als Anlieger der Donau konnte Mitte 1997 ein gebrauchtes Mehrzweckboot mit Außenbordmotor und Bootsanhänger erstanden werden. Die Restaurierungsarbeiten wurden auf dem Grundstück von Anton Schmid, der uns dankenswerterweise eine Überdachung kostenlos zur Verfügung gestellt hat, durchgeführt. So konnte in beinahe 6300 Arbeitsstunden durch Schöberl Günter, Fisch Manfred, Ettle Christian, den Jugendlichen und zahlreichen Helfern ein so gut wie neuwertiges Rettungsboot aufgebaut werden. Eine Leistung, die Anerkennung verdient, wenn man bedenkt, dass das Boot nahezu schrottreif und mit großen Löchern im Rumpf von einem Schrottplatz abgeholt wurde. Die entstandenen Kosten von ca. 14 000DM wurden alleine vom Feuerwehrverein getragen und waren im Vergleich zu einem geschätzten Neupreis von ca. 65 000DM eine gute Investition. Die Bootsweihe konnte so am 2.5.1999 durch BGR Pfarrer Franz Listl vorgenommen werden.

Im Jubeljahr 1998, dem Jahr unseres 125-jährigen Bestehens, standen der FF Tegernheim 446 Mitglieder, davon ca. 55 Aktive, treu zur Seite. Anlässlich dieses Datums wurde beschlossen, eine neue Fahne für unsere Wehr zu beschaffen. Den Auftrag erhielt die Firma Kössinger in Schierling. Die neue Fahne zeigt nun den Hl. Florian aus der Pfarrkirche, sowie auf der anderen Seite den Dorfbrunnen. Zur Weihe dieser schönen Fahne wurde ein 4-tägiges Feuerwehrfest veranstaltet, das von Freitag, den 19.06. bis zum Montag, den 22.06.1998 dauerte. Der eigentliche Festakt fand am Sonntag um 10 Uhr statt, als in einem großen Festgottesdienst durch unseren Pfarrer Listl die Fahne geweiht wurde. Zum anschließenden Festmarsch durch Tegernheim waren 94 Feuerwehren gekommen. Das 2000-Mann Festzelt konnte bei diesem Andrang nicht Jedem Platz bieten, was aber bei dem exzellenten Sommerwetter kein Problem darstellte. Insgesamt war es ein mustergültiges Fest, welches die Arbeiter und Organisatoren für ihre langen und schwierigen Aufgaben voll entschädigen konnte.

Festfoto des kompletten Jubelvereins zum Gründungsfest 1998125-jähriges Gründungsfest 1998

Das damalige Löschgruppenfahrzeug LF 8 war inzwischen einsatztaktisch und vor allem technisch in die Jahre gekommen. Es wurde beschlossen, ein neues und moderneres Fahrzeug zu beantragen, welches den gestiegenen Anforderungen weitere 20 Jahre standhalten könne. Dies wurde vom Gemeinderat gleich beim ersten Antrag einstimmig genehmigt. So wurde durch die Kommandanten Schöberl Günter und Fisch Manfred beinahe ein Jahr lang hart an den Ausschreibungen und Bauplänen gearbeitet, um schließlich der Firma Iveco-Magirus den Auftrag zu erteilen. Das Ergebnis war ein hochmodernes und leistungsstarkes LF 16/12, das im Dezember 2000 an uns ausgeliefert wurde. Die Weihe des neuen Stolzes der Feuerwehr wurde am 6. Mai 2001 zum Florianifest begangen. Wiederum wurde das Fahrzeug von BGR Pfarrer Franz Listl geweiht, der bei der Zeremonie beteuerte, dass dies nun das vierte aber leider auch das letzte Fahrzeug der FF Tegernheim sei, das er mit Gottes Segen versehen durfte, denn er würde im September 2001 in Rente gehen. Er schenkte der FF zum Dank für diese Ehre eine historische Feuerpatsche, die er bei der Kirchenrestaurierung auf dem Dachboden gefunden hatte. Das Löschinstrument wurde auf das Jahr 1745 datiert.

Foto der Feuerpatsche aus dem Jahr 1745Feuerpatsche aus dem Jahr 1745

Der Anschaffungspreis von fast 500 000 DM für das LF 16/12 führte hin und wieder zu Unstimmigkeiten über den Bedarf eines so großen Fahrzeugs, wobei aber die Wenigsten berücksichtigten, dass durch die große Zahl der Zuschüsse, der Gemeinde nur ca. 280 000 DM zu zahlen übrigblieb. Allein 40 000 DM wurde von der FF selbst beigesteuert.

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